Auch ein Backofen mit A+ braucht Energie

Vor ein paar Monaten haben wir unseren 20 Jahre alten V-Zug Combair S Backofen mit einem modernen Dampfgarer von Electrolux ersetzt. Grundsätzlich funktionierte der Backofen noch problemlos. Nur im Umluftbetrieb machte sich ein lautes Rattern, wohl durch ein abgenutztes Kugellager des Lüfters, bemerkbar. Im Zuge der diversen nachhaltigen Änderungen musste aber auch der stromhungrige Backofen, für den es noch keine Energieetikette gab, einem modernen Steamer weichen.

Electrolux EBSL7CN, © Electrolux

Nach langen Recherchen haben wir uns für den Dampfgarer EBSL7CN von Electrolux entschieden. Neben der Energieeffizienzklasse A+ haben uns die vielen Dampfgar-Möglichkeiten und die Reinigungsfunktionalitäten überzeugt. Wir müssen jedoch gestehen, dass wir momentan nur einen Bruchteil der vielen Funktionen nebst den zahlreichen Koch- sowie Backprogrammen nutzen. Von einem einfachen Backofen mit einem simplen Drehrad und sieben Backprogrammen kommend, stellt sich doch eine leichte Überforderungstendenz bei der Benutzung des neuen Gerätes ein.

Unser Gerät wird mit einem Energieverbrauch bei Ober-/Unterhitze von 1.09 Kilowattstunden pro Programm angegeben. Bei Heissluftprogrammen reduziert sich der Energieverbrauch auf 0.69 kWh. Diese mitunter doch nicht so hoch anmutenden Energieverbrauchswerte dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass auch moderne Backöfen und Dampfgarer grundsätzlich energiehungrig sind. Und diese Eigenschaft zeigt sich deutlich beim elektrischen Anschluss. Nicht wie bei anderen Haushaltsgeräten üblich, wird der Backofen an einer 230 Volt Steckdose angeschlossen, sondern die vorhandenen Stromkabel müssen von einem Elektriker an einem separat abgesicherten 400 Volt Anschluss angeschlossen werden. Bei Waschmaschinen zeigt sich ein anderes Bild. Mussten diese früher meistens noch an einen Starkstrom –Anschluss angeschlossen werden, sind moderne und energiesparsame Waschmaschinen heutzutage oft mit einem simplen 230 Volt Stromkabel versehen.

Ein Backofen braucht beim Aufheizen sehr viel Energie

Backöfen haben das physikalische Problem, dass sie elektrische Energie in Wärme umwandeln müssen. Diese Umwandlung benötigt sehr viel Energie. Vor allem fürs Aufheizen auf eine vorgegebene Temperatur wird viel Energie benötigt. Sobald die Temperatur dann erreicht ist, sinkt die fürs Beibehalten der erreichten Temperatur benötigte Energie deutlich ab. Bei unserem Kombisteamer kann die Leistung kurzfristig und bis zum Erreichen der eingestellten Temperatur auch mal auf 3 bis 4 Kilowatt steigen. Für den Besitzer einer Solaranlage ist es wichtig, diese Spitzenleistung eines Backofens zu kennen, wenn beabsichtigt wird, den Backvorgang mit reinem Solarstrom abzudecken. Im Moment des Aufheizens sollte die Solaranlage auch die Leistung des Backofens bringen können.

Mit folgenden Tipps kann der Energieverbrauch beim Backen und Garen reduziert werden:

  • Backofentür immer geschlossen halten
  • Metallgeschirr verwenden
  • Backofen nicht vorheizen sondern anschalten, sobald die Speise in den Ofen kann
  • Bei einer Garzeit von mehr als 30 Minuten die Ofentemperatur je nach Garzeit 3 bis 10 Minuten vor Ablauf auf die Mindesttemperatur reduzieren
  • Wenn immer möglich mit Heissluft Garen

 

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