Audi mit neuen Details zum E-Tron quattro

Audi e-tron quattro

Bevor Audi den E-Tron quattro offiziell im Sommer in Brüssel vorstellen und ab August 2018 auf den Markt bringen wird, liefern die Ingolstädter weitere Details zur Batterie und zur Aufladung des zukünftigen Serienfahrzeugs. Die Kunden sollen ähnlich wie bei Tesla nicht nur bequem und souverän reisen, sondern auch überall schnell und unkompliziert laden können.

Mit E-Tron Charging Service unkomplizierter Zugang zu diversen Ladenetzen

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz will Audi die Kunden von ihrem ersten rein elektrischen Auto überzeugen. Um diesem Versprechen gerecht zu werden und dem Supercharger-Netzwerk von Tesla Paroli zu bieten, wurde zusammen mit BMW, Daimler, Ford und Porsche das Unternehmen Ionity gegründet. Mit dem Ziel von rund 2’000 Schnellladepunkte bis 2020 soll ein Flächendeckendes Schnellladenetz in Europa aufgebaut werden. Die erste Schnellladestation mit sechs 350 Kilowatt Säulen wurde kürzlich an der Autobahnraststätte Brohltal Ost eröffnet. Neben dem Ionity Netz möchte Audi den zukünftigen Besitzern mit dem E-Tron Charging Service weiteren Zugang zu 65’000 Wechselstromladesäulen verschaffen. Mit diesem Angebot soll ein unkomplizierter Zugang mit automatischer Abrechnung innerhalb Europas zur Verfügung stehen. Der Ladevorgang soll über die Audi App überwacht und gesteuert werden.

95 kWh Batterie und 400 km Reichweite für den E-Tron quattro

Audi_E-Tron_Quattro
E-Tron quattro, © Audi

Der E-Tron erhält eine 95 Kilowattstunden grosse Batterie die gemäss neuem WLTP Fahrzyklus eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer ermöglichen soll. Dank einer Ladegeschwindigkeit von 150 kW soll die Batterie an einer entsprechenden CSS-Schnellladesäule unter optimalen Bedingungen in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen sein. Anschliessend verlangsamt sich der Ladevorgang bis zum Ende um die Lebensdauer der Batterie nicht zu beeinträchtigen. Für Ladevorgänge an einer Wechselstromladensäule verbaut Audi serienmässig ein 11 Kilowatt Ladegerät – gegen Aufpreis kann ab 2019 auch ein zweites Ladegerät dazubestellt werden um die Ladeleistung auf 22 Kilowatt zu erhöhen. Für ein komfortables Einstecken des Ladekabels bietet der E-Tron optional auf beiden Fahrzeugseiten entsprechende Ladebuchsen.

Die für den E-Tron entwickelte Lithium-Ionen-Batterie verfügt über 36 Module mit je 12 Pouch-Zellen und besitzt eine Nominalspannung von 396 Volt. Geliefert werden die 432 Zellen von LG Chem, verbaut werden sie von Audi in Brüssel. Die rund 700 Kilogramm schwere Batterie wird am Unterboden verbaut und senkt damit den Schwerpunkt optimal nach unten. Zukünftig möchte Audi neben den Pouch-Zellen auch wie bei Tesla prismatische Zellen einsetzen – dadurch könnten mehr Lieferanten einbezogen werden.

Spezielles Thermomanagement soll die Batterie beflügeln

Audi E-Tron Batterie- Und Kühlsystem, © Audi

Stolz ist Audi besonders auf ihr eigens entwickeltes Thermomanagement. Insgesamt besteht es aus vier unterschiedliche Kreisläufe, die sich je nach Situation unterschiedlich zusammenschalten lassen. Neben dem Heizen oder Kühlen der Batterie versorgen die Kreisläufe auch den Innenraum mit der nötigen Wärme oder Kälte. Daneben können die Kreisläufe auch als Wärmepumpe arbeiten um die Abwärme von Motoren, Leistungselektronik und Ladegerät zu nutzen. Das Thermomanagement soll die Batterie immer in einem optimalen Effizienzbereich von 25 bis 35 Grad Celsius halten und somit neben einer langen Lebensdauer auch für eine optimale Leistungsabgabe der Batterie sorgen. Auch beim Laden an einer Schnellladesäule hilft das Themromanagement, indem es die beim Ladevorgang entstehenden Wärme abführt oder die im Winter noch kalten Batterie erwärmt.

Und was kostet nun dieser erste rein elektrisch angetriebene Audi? In Deutschland sollen die Preise gemäss Audi bei 80’000 Euro starten. Für die Schweiz rechnen wir mit rund CHF 85’000. Nicht nur beim Preis sondern auch bei den Spezifikationen zielen die Ingolstädter klar auf das Tesla Model X ab und bereits 2019 möchten sie mit dem E-Tron Sportback nachdoppeln. Wir sind gespannt wie der E-Tron quattro die Zahlen auf dem Papier in der Realität erfüllen wird. Auch die ersten Vergleichstests mit dem Model X von Tesla werden nicht lange auf sich warten lassen.

 

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