Die Grenzen der Solarenergie im Alltag

Eine eigene Solaranlage auf dem Hausdach zu haben ist etwas ganz Feines. In Sachen Nachhaltigkeit gibt es fast nichts Schöneres als die eigene Solarenergie zu produzieren. Und wenn mit dem eigenen Solarstrom auch noch das eigene Elektrofahrzeug geladen werden kann, scheint das System bereits fast perfekt. Mindestens so lange die Sonne genügend stark scheint, denn andernfalls muss wieder Strom vom öffentlichen Netz bezogen werden. Doch diese Lücke kann eine Hausbatterie schliessen. Der am Tag anfallende überschüssige Solarstrom wird in der Batterie zwischengespeichert und wird nach Sonnenuntergang verbraucht. Damit kann eine Hausbatterie die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen. Mit einem auf den eigenen Verbrauch zugeschnittenem Komplettsystem  wird der Strombezug aus dem öffentlichen Netz auf ein Minimum reduziert. Aus diesem Grund haben wir eine Tesla Powerwall 2 Hausbatterie reserviert und hoffen, dass sie im Frühling 2018 geliefert wird.

In unseren Breitengraden sollten die Grenzen der Solarenergie jedoch auch aufgezeigt werden. Im Sommer scheint die Sonne stark genug um sogar mit kleinen Solarpanelflächen genügend Strom zu produzieren. In den Wintermonaten knickt die Stromproduktion aber dramatisch ein. Dann liefern auch gross dimensionierte Solaranlagen nur ansatzweise genügend Strom. Neben den verlängerten dunklen Tageszeiten ist vor allem der viel flachere Sonnenstand Grund für die verminderte Stromproduktion. Am Beispiel unserer Solaranlage möchten wir die direkten Auswirkungen auf den Alltag aufzeigen.

In den Wintermonaten bricht die Stromproduktion stark ein

Unsere 8.12 kWp Solaranlage produziert im Sommer an einem sonnigen Tag 53 kWh Energie. Bei Regen fällt die Stromproduktion auf 16 bis 25 kWh runter. Ganz anders zeigt sich das Bild bereits im November. Ist an einem sonnigen Novembertag noch mit einer Produktion von 16 bis 20 kWh zu rechnen, stürzt die Stromproduktion bei Regen auf rund eine Kilowattstunde ab. Liegt dann noch Schnee auf den Panels wird überhaupt kein Strom mehr produziert. Mit der Solaredge App lässt sich die Stromproduktion sowie der Stromverbrauch gut verfolgen. Die nachfolgenden Ausschnitte aus der Solaredge App zeigen die unterschiedliche Stromproduktion deutlich auf. Im Sommer reicht der produzierte Strom locker aus um auch noch ein Elektrofahrzeug zu laden, wohingegen an einem verregneten Novembertag der produzierte Strom kaum ins Gewicht fällt.

Produktion Solarenergie im Sommer
Produktion Solarenergie im Winter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die unterschiedliche Stromproduktion wird vor allem auch im Monatsvergleich deutlich. In den Wintermonaten wird nur ein Bruchteil der Stromproduktion im Sommer erreicht.

Solarenergie Jahresproduktion Solaredge App
Solarenergie Jahresproduktion Solaredge App

 

Beitrag teilen