Die neusten Elektrokonzepte aus Tokio

An der diesjährigen Tokyo Motor Show zeigen die asiatischen Hersteller ihre neusten Entwicklungen sowie zukünftige Fahrzeuge in Form von futuristisch gezeichneten Konzeptstudien. Neben dem autonomen Fahren spielt die künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle. In den Studien wird die Interaktion zwischen Fahrzeug und Passagier deutlich, die durch künstliche Intelligenz und Lernfähigkeit der Systeme eine neue Dimension annimmt.

Honda zeigt die Konzepte Urban EV und Sports EV

Honda Urban EV Concept
Honda Urban EV Concept, © Honda

Das auf der IAA in Frankfurt vorgestellte Konzept eines Elektro-Stadtautos feiert an der Tokyo Motor Show die Japan Premiere.  Das nur 3.9 Meter lange Honda Urban EV Concept soll bereits im 2019 erhältlich sein. Zu hoffen ist, dass die coole Designspracheeiner – einer Mischung aus neuinterpretiertem Honda Civic aus vergangenen Tagen mit einem Schuss Golf GTI der 80er Jahren –  auch in die Serie Einzug halten wird.

Honda Sport EV Concept, © Honda

Auf Basis des Urban EV Concept stellen die Japaner das Honda Sports EV Concept als Weltpremiere vor. Dieses Retro-Coupé der 70er Jahre soll seinen Fahrer wieder mehr mit dem Auto verschmelzen lassen. Viel ist noch nicht bekannt. Es soll sich bei dem Konzept um einen Zweisitzer handeln, der voll elektrisch angetrieben wird und über künstliche Intelligenz verfügen soll. Wie auch beim Urban EV Concept: Bitte genau so bauen!

Honda NeuV Concept, © Honda

Mit dem Honda NeuV sollen zukünftig die Pendler angesprochen werden. Das kleine Fahrzeug soll neben dem autonomen Fahren auch über weitere intelligente Funktionen verfügen. Dank künstlicher Intelligenz soll das Fahrzeug die Präferenzen und den Lebensstil seines Besitzers erfassen können um ihn dadurch besser zu unterstützen. Auch wird das Fahrzeug bei Bedarf als autonomes Fahrzeug in Car-Sharing Dienstleistungen aktiv teilnehmen können.

Mitsubishi e-Evolution Concept läutet neue Ära ein

Mitsubishi e-Evolution Concept, © Mitsubishi

Mitsubishi zeigt das e-Evolution Concept Fahrzeug. Diese Studie kommt in Form eines SUV-Coupés mit Elektro- und Allradantrieb. Das Fahrzeug besitzt drei Elektromotoren. Eines treibt dabei die Vorderachse und die beiden anderen Motoren treiben bei Bedarf die Hinterachse an. Die Studie verfügt über erweiterte künstliche Intelligenz, dass nicht nur die Strassenverhältnisse sondern auch die Intentionen des Fahrers lesen und entsprechendes Fahrverhalten daraus ableiten kann. Dazu beherrscht es ein auf natürliche Sprache basierendes Spracherkennungssystem sowie ein System, dass Körperbewegungen erkennen kann. Die Bedienung soll dadurch nicht nur einfacher werden, sondern dank künstlicher Intelligenz automatisch funktionieren. Das e-Evolution Konzept ist das erste von insgesamt 12 neuen Fahrzeugen und soll bereits im nächsten Jahr erhältlich sein.

Toyota «Fine-Comfort Ride» mit flexiblem Innenraum

Toyota Fine Comfort Ride, © Toyota

Die Studie «Fine-Comfort Ride» ist ein Brennstoffzellen-Fahrzeug mit neuen Komfortmerkmalen. Die Elektromotoren befinden sich direkt im Rad und sollen so einen grossen und flexiblen Innenraum ermöglichen. Mit einem Radstand von 3.4 Meter und einer Länge 4.8 Meter können sechs Personen entspannt reisen. Die Sitze lassen sich einzeln verstellen und komplett drehen. Dadurch lässt sich der Innenraum den Bedürfnissen entsprechend flexibel anpassen. Informationen können  nicht nur über die Bildschirme im Armaturenbrett angezeigt sondern auch seitlich auf die Fensterscheiben projiziert werden.

Toyota Concept i, © Toyota

Mit der Concept-i Serie präsentiert Toyota ihre Vision zukünftiger Mobilität. Dank künstlicher Intelligenz wird das Fahrzeug den Fahrer verstehen und dadurch direkt mit ihm interagieren können. Die beiden Fahrzeuge – ein Kleinstfahrzeug für den Fussgängerbereich sowie ein Stadtauto – sollen nicht als Maschinen wahrgenommen sondern gemäss Toyota als Partner verstanden werden. Durch die Lernfähigkeit werden sie sich nicht nur den Präferenzen des Fahrers entsprechend autonom Fortbewegen und den Fahrer dabei ideal schützen, sondern auch neue Fahrerlebnisse ermöglichen. Toyota nennt diese neuen Fähigkeiten Learn, Protect und Inspire.

Scharfer Leaf und zukünftige Elektromobilität bei Nissan

Nissan Leaf Nismo Concept, © Nissan

Nissan stellt die Nismo Variante des neuen Leaf vor. Die hauseigene Motorsporttochter Nismo hat den Leaf mittels diversen Anbauteilen in rot und schwarz sportlicher gezeichnet. Unterstrichen wird dieser sportliche Auftritt weiter durch eine Tieferlegung sowie grösseren Felgen mit Niederquerschnittreifen. Im Innenraum finden die Passagiere weitere Nismo Stilelemente und dürfen auf Sportsitzen Platz nehmen. Die inneren Werte blieben unangetastet. Auch der Nismo Leaf wird mit dem 150 PS Elektromotor mit 320 Nm Drehmoment angetrieben. Auch die Batteriegrösse bleibt bei 40 Kilowattstunden und ermöglicht Reichweiten von bis zu 378 Kilometer.

Nissan IMx, © Nissan

Futuristischer zeigt sich die Studie IMx. Dieses Konzeptfahrzeug fährt rein elektrisch und erreicht Reichweiten von bis zu 600 Kilometer. Das Allrad angetriebene Crossover-Fahrzeug besitzt zwei Elektromotoren die zusammen 435 PS leisten. Dass Drehmoment wird mit 700 Nm angegeben. Dank dem niedrigen Schwerpunkt soll ein besonders gutes Handling möglich sein. Im Innenraum fallen das minimalistische Armaturenbrett sowie die vier Einzelsitze auf. Auf grosse Bildschirme wird bewusst verzichtet. Die Studie kann autonom Fahren und schwenkt im autonomen Modus das Lenkrad zur Seite.

 

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