Fiat Concept Centoventi – italienisches Volks-E-Auto

Zum 120 jährigen Firmenjubiläum präsentiert Fiat am diesjährigen Automobilsalon in Genf die Konzeptstudie „Fiat Concept Centoventi“. Mit der Studie zeigen die Italiener ihre Vision eines bezahlbaren Elektroautos für alle. Denn das grundsätzlich für die Stadt konzipierte Elektroauto soll nicht nur erschwinglich sein, sondern mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometer auch ohne zusätzlichen Ladestopp weit über die Stadtgrenzen hinaus fahren können. Der Clou am Concept Centoventi – zu deutsch „Einhundertzwanzig“ – ist der modulare Aufbau des Fahrzeugs.

Fiat Concept Centoventi mit 500 km Reichweite

In der Grundausstattung könnte das Fahrzeug mit einem Batteriemodul vom Band rollen und so eine Reichweite von 100 Kilometer erreichen. Wer mehr Reichweite benötigt, kann zusätzlich bis zu drei weitere Batteriemodule kaufen oder mieten. Diese können von jedem Händler dank einer Gleitschiene in wenigen Minuten installiert werden und erhöhen die Reichweite pro Batteriemodul um weitere 100 Kilometer. Zusätzlich hat es unter dem Sitz einen weiteren Platz für eine Batterie, die vom Benutzer ähnlich wie bei gängigen E-Bikes entfernt und in der Wohnung aufgeladen werden kann. Damit steigt die Reichweite in voll besetzter Batterie-Montur auf 500 Kilometer. Aufgeladen werden kann das Fahrzeug über eine unter der Windschutzscheibe verbauten Mehrfachladebuchse. Diese besteht ebenfalls aus einer Kabeltrommel und macht ein separates Verstauen eines Kabels im Kofferraum überflüssig. Sie dient nicht nur als Ladeanschluss für das eigene Fahrzeug sondern kann auch für die Energieverteilung für mehrere Fahrzeuge genutzt werden.

Modularität wohin das Auge reicht. Individualisierungsmöglichkeiten neu durchdacht.

Fiat Concept Centoventi
Fiat Concept Centoventi, © Fiat

Neben der Batteriemodularität beitet das Konzeptauto auch ein raffiniertes äusseres Kleid. Produziert wird das Auto zwar nur in einer Grundfarbe, der Kunde hat aber die Möglichkeit beim Dach, den Stossfängern und den Radabdeckungen eine aus vier weiteren Farben zu wählen. Zudem stehen noch 4 Beklebungen für die Individualisierung parat. Auch bei der Innenausstattung, dem Infotainment-Systems sowie bei weiteren 120 zur Verfügung stehenden Accessoires hat der Kunde die Qual der Wahl. Beim DAch kann der Kunde zwischen eine zweifarbigen Polycarbonatverdeck, einem Stoffverdeck, einer Ladebox oder einem Dach mit integriertem 50 Watt Solarmodul wählen. Fiat nennt diese Individualisierungsmöglichkeiten schlicht das 4U Programm.

Fiat Concept Centoventi
Fiat Concept Centoventi, © Fiat

Im Innenraum findet sich ebenfalls diese Modularität wieder. Ähnlich wie bei Legosteinen können am Armaturenbrett oder den Türverkleidungen verschiedene Komponenten befestigt werden. Egal ob die Staufächer, Flaschenhalter oder sogar Lautsprecher sind. Durch das patentierte und ineinandergreifende Befestigungssystem stehen der Kreativität sowie der Ausgestaltung des Innenraums keine Grenzen im Weg. Ähnliches gilt es auch über die Sitze zu berichten. Diese sind nicht nur aus umweltverträglichen Materialien hergestellt, sondern können sich ebenso individuell gestalten. Kissen und Kopfstützen können leicht ausgetauscht werden und sogar der Beifahrersitz kann durch eine Aufbewahrungsbox oder durch einen Kindersitz getauscht werden. Als Infotainment-System kommt entweder ein 10 Zoll Display in Kombination mit dem eigenen Smartphone in Frage oder es wird auf das grössere und integrierte 20 Zoll-Display zurückgegriffen.

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