Hausbatterie von sonnen für unser Zuhause

sonnenBatterie eco

Seit September 2016 schmückt eine Solaranlage unser Dach mit einer Leistung von 8.12 kWp. Mit ihr können wir vor allem im Sommer den grössten Teil unseres Strombedarfs decken. Nur wenn dunkle Wolken aufziehen oder sich die Sonne abends verabschiedet und der Nacht das Zepter übergibt, müssen wir zusätzlichen Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen. Dieser Strombezug erhöht sich in den Wintermonaten durch die schwächere Sonneneinstrahlung noch weiter. An sehr dunklen Wintertagen oder wenn Schnee auf den Solarpanelen liegt, müssen wir unseren Strombedarf teilweise sogar vollständig mit Strom aus dem öffentlichen Netz decken. Die Solarenergie kommt hier an ihre physikalischen Grenzen. Eine weitere Vergrösserung der Solaranlage erhöht dabei die Eigenverbrauchsquote nur marginal, denn der zusätzlich produziert Solarstrom wird nur selten auch zum Zeitpunkt der Erzeugung gebraucht. Die Lösung zur Erhöhung der Eigenverbrauchsquote liegt in der Zwischenspeicherung des produzierten Solarstroms. Darum haben wir im Spätsommer 2017 eine Tesla Powerwall 2 reserviert und hofften dabei auf eine Lieferung und Installation noch im 2018. Leider konnte Tesla nach wie vor noch keine Powerwall 2 in die Schweiz liefern, geschweige denn installieren. Lieferzeitpunkt unbekannt. Um nicht noch länger auf eine Tesla Powerwall 2 warten zu müssen, haben wir uns nach Alternativen umgesehen. Zusammen mit allsol – unserem Installateur – haben wir uns schliesslich für eine Hausbatterie der Firma sonnen entschieden.

Mit der sonnenBatterie eco zu mehr Unabhängigkeit

sonnenBatterie eco
sonnenBatterie eco

Die vom deutschen Unternehmen sonnen hergestellte Hausbatterie eco gibt es mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 6 kWh bis 16 kWh. Wir haben uns für 8 kWh entschieden und können die Kapazität bei Bedarf nachträglich in 2 kWh Schritten auf bis zu 16 kWh erweitern. Sonnen gibt 10 Jahre Garantie und verspricht mindestens 10’000 Ladezyklen. Grund dafür sind die Lithium-Eisenphosphat Batteriemodule die zu den sichersten am Markt zählen. Anders als die in Elektroautos oder in Handys verwendeten NMC- oder NCA-Zellen, zeigen Lithium-Eisenphosphat keine Kurzschlussreaktionen mit einergehend hohen Temperaturen von über 700 Grad Celcius, die zum schmelzen der Batterien führen und in Bränden resultieren können. Dafür bieten die Lithium-Eisenphosphat-Zellen aber auch keine so hohen Energiedichten wie NMW- oder NCA-Zellen. Im Bereich stationärer Hausbatterien ist dieser Umstand jedoch vernachlässigbar. In unseren Breitengraden absolviert eine Hausbatterie etwa 250 Ladezyklen pro Jahr. Die Lebensdauer liegt damit weit über 20 Jahre. Und auch nach 10’000 Zyklen kann die Batterie weiter verwendet werden, denn in dieser Zeit hat sie lediglich 20% ihrer Kapazität verloren und somit ihre theoretische Lebensdauer erreicht. Selbst nach 15’000 Ladezyklen besitzt sie gemäss sonnen noch über 60% der ursprünglichen Kapazität. Im Vergleich dazu sind Batterien in Elektroautos auf gut 1’000 Ladezyklen ausgelegt. Das entspricht bei einer Reichweite von 300 Kilometer pro Ladevorgang rund 300’000 Kilometer.

sonnenBatterie eco Blick ins Innere
sonnenBatterie eco – Blick ins Innere

Ein weiterer Vorteil von Lithium-Eisenphosphat Batterien ist ihre chemische Zusammensetzung. Anders als Nickel-Kobaltmischungen besteht die Lithium-Eisenphosphat-Zelle nicht aus den Schwermetallen Nickel oder Kobalt, sondern lediglich aus Lithium und Eisenphosphat. Kobalt ist darüber hinaus nicht nur teuer, sondern auch politisch heikel, da ein grosser Teil der Produktion im politisch instabilen Kongo stattfindet. Aus diesem Grund hat beispielsweise Tesla den Kobaltgehalt in ihren Batterien bereits drastisch reduzieren können und peilt in den kommenden Jahren auf den Einsatz von Kobalt gänzlich zu verzichten.

Die sonnenBatterie eco wird als vollintegriertes Komplettsystem inkl. einem Batteriewechselrichter und intelligentem Energie-Management-System geliefert. Der Wechselrichter erzielt einen Wirkungsgrad von 96% und erreicht eine Nennleistung von 3300 Watt (ab einer Kapazität von 8 kWh, für be- und entladen). Neben der Smart-Home Funktionalität die eine Ansteuerung von Elektrogeräten oder ein intelligentes und vorausschauendes Ladeverhalten inkl. Einbezug von Wetterdaten ermöglicht, kann die Hausbatterie auch noch um eine Notstrom-Funktionalität ausgebaut oder um einen elektrischen Heizstab zur Warmwasseraufbereitung erweitert werden.

sonnenBatterie und sonnenCharger ermöglichen intelligentes Laden

sonnenCharger
sonnenCharger

Ein zusätzliches Argument für die Lösung von sonnen ist der seit kurzem erhältliche sonnenCharger. In Kombination mit der sonnenBatterie eco können Elektroautos intelligent geladen und der Eigenverbrauch damit weiter gesteigert werden. Dazu bietet die sonnen Wallbox einen smarten Modus an um die Fahrzeugbatterie wenn möglich nur mit Solarstrom-Überschuss zu laden. Erst gegen Ende der voreingestellten Abfahrtszeit wechselt die Wallbox falls nötig auf den power Modus und lädt die Batterie noch mit der maximalen Ladeleistung rechtzeitig voll. Der jeweils bevorzugte Lademodus kann entweder direkt am sonnenCharger über das Touch-Display oder über die Handy-App gewählt werden. Der sonnenCharger bietet sowohl einen 1-phasigen (bis 7.4 kW) wie auch 3-phasigen Anschluss (bis 22 kW) an. Fahrzeugseitig verfügt das integrierte Ladekabel über einen Typ 2 Ladestecker. Über den sonnenCharger werden wir in Kürze einen eigenen Artikel publizieren.

Nach den ersten Tagen können wir bereits festhalten, dass die sonnenBatterie soweit gut und stabil läuft und sich den Eigenverbrauch bereits spürbar erhöht hat. In einigen Monaten werden wir über den Einsatz der Batterie im Alltag berichten und detaillierte Informationen zum Lade- und Entladevorgang sowie das Zusammenspiel mit unserer Solaranlage liefern können.

 

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