Honda präsentiert den e Prototyp

Honda e Prototyp

Noch bevor sich die Türen zum Genfer Automobilsalon öffnen, präsentiert Honda den e Prototyp und zeigt damit der Öffentlichkeit die seriennahe Version des Honda Urban EV Konzepts, dass noch auf der IAA 2017 für Aufsehen sorgte. Angedacht war die öffentliche Präsentation eigentlich erst am Genfer Automobilsalon, die Japaner haben die Veröffentlichung nun doch vorgezogen. Uns soll es recht sein. Einen Einblick in den e Prototyp hat Honda ja bereits mit der Veröffentlichung von ersten Bildern gegeben.

Fünf Display zieren den Innenraum des e Prototyp

Honda e Prototyp
Honda e Prototyp, © Honda

Im Vergleich zum Urban EV ist die nun gezeigte e Prototyp Version etwas rundlicher geraten. Im Grossen und Ganzen übernimmt dieser seriennahe Prototyp dennoch die wesentlichen Merkmale des Urban EVs. Runde Scheinwerfer vorne wie hinten, eine glatter Karosserie und durch Kamera ersetzte Aussenspiegel. Bei den Türen setzen die Japaner beim e Prototyp jedoch auf vier konventionell zu öffnende Türen, anstelle der „Selbstmördertüren“ des Konzeptfahrzeugs. Auch im Innenraum fallen viele Details aus der Studie auf. Angefangen mit dem ein Meter breiten Monitor, der sich über das ganze Armaturenbrett streckt. Insgesamt besteht der Monitor aus 5 einzelnen Displays, die den Weg so in die Serie finden werden. Links und rechts sind die Displays der Aussenkameras platziert und befinden sich im Vergleich zur Lösung des Audi e-trons in einem besser einsehbaren Bereich. Die drei grossen Displays werden ähnlich wie Tablets über kachelförmige Apps und per Fingerberührung bedient. Daneben haben die Japaner viele Applikationen in Holzoptik verbaut, die einen kontrastreichen und warmen Eindruck vermitteln sollen. Für ein Fahrzeug mit einem Radstand von nur 2.53 Meter und einer Aussenlänge von unter vier Meter bietet der kleine Japaner im Innerraum erstaunlich viel Platz. Vorne fällt zudem ein fehlender Mitteltunnel auf.

Honda e Prototyp mit 200 km Reichweite

Honda e Prototyp
Honda e Prototyp, © Honda

Zu den technischen Daten schweigt Honda nach wie vor. Einiges konnte jedoch bereits in Erfahrung gebracht werden. Die Reichweite des e Prototyp wird bei rund 200 Kilometer liegen, und das nach dem WLTP Testzyklus. Dies hat zwei Gründe. Einerseits wollten die Japaner mit der Unterbringung eines kleiner Akkus dem höheren Gesamtgewichtes des Fahrzeugs entgegenwirken. Andererseits wird sich der e Prototpy hauptsächlich im urbanen Umfeld aufhalten, und dort sind Reichweiten von 200 Kilometer mehr als genug. Dank dem unter einer schwarzen Klappe der Fronthaube befindenden CCS2 Anschluss, kann die Batterie in 30 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Daneben wird der e Prototyp selbstverständlich auch das Laden an einer Wallbox und an einer Haushaltssteckdose unterstützen.

Die Serienversion wird von einem Elektromotor mit rund 100 PS angetrieben. Dabei leitet der Elektromotor seine Kraft von bis zu 300 Nm direkt an die Hinterräder. Honda verspricht ein sportliches und agiles Fahrverhalten. Mit einem sehr kleinen Wendekreis soll der e Prototyp darüber hinaus zusätzlich in der Stadt punkten. Zu den Preisen ist natürlich noch nichts bekannt. Honda räumt aber bereits ein, dass es kein Schnäppchen sein wird, denn vom Preiskonzept her orientieren sich die Japaner Apple. Die Markteinführung soll nun leider nicht mehr im 2019 geschehen sondern wird für 2020 vorgesehen.

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