Hyundai elektrisiert den Kona

Seit dem Marktstart des Hyundai Ioniq elektro im November 2016 zeigen die Südkoreaner ihr Können mit Elektrofahrzeugen und beweisen, dass moderne Elektromobilität nicht nur alltagstauglich sondern auch bezahlbar sein kann. Die grosse Nachfrage und die damit verbundene lange Wartezeit für Neubestellungen unterstreichen dieses Bild zusätzlich. An diese Erfolgsstory möchte Hyundai dieses Jahr mit dem neuen Kona elektro anknüpfen und einen weiteren Klassenprimus auf die Räder stellen.

Hyundai Kona, © Hyundai
Hyundai Kona, © Hyundai

Der kraftstoffbetriebene Hyundai Kona ist bereits seit 2017 erhältlich und wird von einem turboaufgeladenen 1.6 Liter Verbrennungsmotor angetrieben. Alternativ steht noch ein 1 Liter Dreizylinder-Motörchen zur Verfügung. Die Preise beginnen ab CHF 25’900.-. Die Elektro Version des Komapt-SUV unterscheidet sich nur marginal von seinen Verbrenner-Brüder. Anstelle eines Kühlergrills ist die Nase komplett verkleidet und beinhaltet hinter einer Klappe den Ladeanschluss. Die vollständig verkleidete Front reduziert den cw-Wert und erhöht damit die Reichweite. Daneben fallen kleinere Veränderungen an der Frontschürze sowie den Seitenschwellern auf.

Kona mit zwei Batterievarianten: 39.2 kWh und 64 kWh

Der Kona elektro gibt es mit zwei Motorvarianten. Die Einstiegsmotorisierung übernimmt ein Elektromotor mit 99 Kilowatt (135 PS) und wird von einer 39.2 kWh Batterie mit Strom gefüttert. Gemäss Hyundai soll das SUV mit einer Batterieladung bis zu 300 Kilometer (WLTP) schaffen. Bei der stärkeren Variante übernimmt ein Elektromotor mit 150 Kilowatt (204 PS) das Zepter und beflügelt den Kona mit 395 Nm zu sportlichen Fahrleistungen. Der Standardsprint auf 100 Stundenkilometer sind nach 7.6 Sekunden vollbracht – maximal rennt der Kona 167 km/h. Dem stärkeren Elektromotor wird auch eine grössere Batterie spendiert, die es auf 64 Kilowattstunden bringt. Damit sind Reichweiten bis 470 Kilometer möglich. Geladen wird der elektrische Kona entweder an einer Schnellladesäule mit bis zu 100 kW oder über das 230-Volt-Stromnetz. Die grössere Batterie ist damit an einer Schnellladesäule in 54 Minuten zu 80% geladen. An einer 4.6 kW Wechselstrom Wallbox vergehen 9.5 Stunden bis die grosse Batterie voll ist.

Der elektrische Kona misst in der Länge 4.18 Meter und in der Breite 1.8 Meter. Mit einem Radstand von 2.6 Meter bleibt genügend Platz für die Insassen. Lediglich grössere Mitreisende in der zweiten Reihe werden früher Kontakt mit dem Dachhimmel machen. Die Sitzbank musste wegen der darunter montierten Batterie leicht nach oben versetzt werden. Der Kofferraum fasst 373 Liter und erhält ein separates Fach für die Ladekabel.

Hyundai-Kona-Elektro-Innenraum
Hyundai Kona Innenraum, © Hyundai

Im Innenraum blickt der Fahrer auf digitale Instrumente hinter dem Lenkrad. Am Lenkrad findet er Schaltpaddels mit denen die Rekuperationsstärke manuell gewählt werden können. Optional erhält der Fahrer die wichtigsten Informationen auch auf ein Head-up Display gezeigt. Als Innenraumfarben stehen grau oder schwarz zur Auswahl – optional mit Ledersitzen. Für das Lackkleid stehen 7 Farben zur Verfügung und können auf Wunsch mit einem weissen Dach ergänzt werden.

Alle modernen Assistenzsysteme sind verfügbar

Auch in Sachen Assistenzsystemen bringt der elektrische Kona alle modernen Helferlein mit. Dazu zählen ein Totwinkel-Assistent, ein Notbremsassistent mit Fussgängererkennung, ein Querverkehrswarner, ein Aufmerksamkeitsassistent und ein Fernlichtassistent. Auch bringt der Kona erste Assistenten für teilautonomes Fahren mit. Der adaptive Tempomat hält die Geschwindigkeit sowie die Distanz zum Vordermann und der aktive Spurhalteassistenz hält das Fahrzeug bis 150 km/h in der Spur.

Im Herbst 2018 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Um dem Engpass wie damals beim Ioniq zu umgehen, wird Hyundai bereits zum Marktstart genügend Fahrzeuge parat haben.

Hyundai Kona, © Hyundai
Hyundai Kona, © Hyundai

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