Neuer Range Rover Evoque PHEV

Jaguar Land Rover weitet das Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen kontinuierlich aus. Nachdem bereits der Range Rover und der Range Rover Sport als Plug-In Hybrid erhältlich sind, wird nun ebenfalls der neue Range Rover Evoque als Plug-In-Hybrid auf den Markt kommen. Mit der Vorstellung des überarbeiteten Evoque letzte Woche präsentierten die Briten ebenfalls die elektrischen Komponenten. Den Start werden zu Beginn die Mildhybrid-Systeme einläuten. Ab April 2019 fahren bis auf den Einstiegsdiesel mit 150 PS und Handschaltung alle Motorvarianten mit einem 48-Volt Netz vor. Das Mildhybrid-System leitete dabei Brems- und Verzögerungsenergie in die im Unterboden verbaute Batterie (200 Wh, 14 Pouch-Zellen). Die im Akku gespeicherte Energie wird an einen am Motor montierten Riemen-Starter-Generator geleitet, der dabei insbesondere mit einer Leistung von 100 Nm den Verbrennungsmotor beim Anfahren unterstützt. Des Weiteren dient der ebenfalls als Anlasser und Boost-Motor. Bis 17 km/h kann der neue Evoque auch für kurze Zeit komplett elektrisch fahren. Zwölf Monate später wird Land Rover eine Plug-In-Hybrid Variante nachschieben. Dabei wird ein 1.5 Dreizylinder-Benzinmotor (200 PS und 280 Nm) von einem 80-Kilowatt-Elektromotor (260 Nm) unterstützt. Die nötige Energie wird dazu in einer ebenfalls im Unterboden platzierten Batterie mit 11.3 kWh gespeichert. Über Reichweite und Ladedauer schweigen die Ingenieure noch. Wir gehen davon aus, dass sich die elektrische Reichweite zwischen 50 und 60 Kilometer einpendeln wird. Als Board-Ladegerät wird wahrscheinlich der 7-kW-On-Board Charger aus dem Range Rover Sport PHEV Einzug halten.

Der Range Rover Evoque II wird zum kleinen Velar

Range Rover Evoque
Range Rover Evoque, © Land Rover

Der überarbeitet Evoque II setzt bei der Designsprache auf Evolution statt Revolution. Die Briten haben dabei das Blechkleid nur leicht angepasst und den unverwechselbaren Auftritt des kleinsten Range Rover SUV beibehalten. Sowohl die Front wie auch das Heck wurden glatt gezogen und unnötige Kanten weggebügelt. Die Formensprache des Evoque II nimmt dabei viele Designelemente des Range Rover Velar auf. So erinnern Kühlergrill, Nase, Frontscheinwerfer und Heckleuchten stark an den grösseren Range Rover. Die versenkbaren Türgriffe des Velar zieren auch die Türen des neuen Evoque. Insgesamt wirkt der kleine Engländer deutlich erwachsener. Im Innenraum geht die Erneuerungskur weiter. Hier fällt direkt das aus dem Velar bekannte und in der Neigung verstellbare 10.2 Zoll grosse Display ins Auge. Darunter befindet sich die ebenfalls aus dem grossen Bruder bekannte Klimabedieneinheit als eine Kombination aus Touchdisplay und Drehregler. Auch das neue Lenkrad kennen wir bereits aus anderen Range Rover Modellen. Leider wurde für die Gangwahl ein klassischer Gangwahlhebel verbaut, der wie ein deplatzierter Stock aus dem ansonsten sehr harmonisch wirkenden Innenraum hervor thront.

Range Rover Evoque
Range Rover Evoque, © Land Rover

Neben den optischen Änderungen und der Überarbeitung von Infotainment und Bedienungseinheiten finden sich auch weitere technische Errungenschaft im Evoque. Ein Highlight bildet dabei sicher der neue Innenspiegel, der auf Wunsch zum Bildschirm wird und die Rundumsicht verbessert. Für dieses „ClearSight Smart View“ genannte Feature wurde in der Antennenfinne extra eine Kamera eingelassen. Auch der Blick nach vorne wurde durch den Einbezug von Kameras verbessert. Neu lässt sich ein Blick quasi „durch“ die Motorhaube hindurch ermöglichen. Dazu wird ein Bild im Display in der Mittelkonsole angezeigt, dass ein Blickfeld von 180 Grad direkt vor dem Fahrzeug abbildet.

Range Rover Evoque
Range Rover Evoque, © Land Rover

Das es sich beim neuen Evoque um eine technische Neuentwicklung handelt, beweist die für den Evoque komplett neu entwickelte Bodengruppe. Bei der Entwicklung wurde von Beginn auch bewusst auf die Teil-Elektrifizierung geachtet. Auf dieser neuen technischen Basis wächst der Evoque II im Vergleich zum Vorgänger 11 Millimeter in die Breite (1.99 Meter) und schrumpft einen knappen Zentimeter in der Höhe (1.65 Meter). Die Länge bleibt bei 4.37 Meter unverändert, jedoch wächst der Radstand um 2 Zentimeter. Diesen Wachstumsgewinn spüren vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe und kommt zusätzlich dem Kofferraum zu Gute. Dieses wäschst auf 591 Liter und vergrössert sich bei umgelegter Rückbank auf 1’383 Liter. Ab April 2019 steht der neue Evoque beim Händler.

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