Tesla Kaufratgeber als ideale Kaufberatung

Tesla Kaufratgeber als Kaufberatung

Von Tesla Fahrer für Tesla Fahrer. Gemäss diesem Motto finden potentielle Neukunden bei den  folgenden Fragen-Antwort-Paare die ideale Kaufberatung mit vielen nützlichen und weiterführenden Informationen zu den Fahrzeugen von Tesla. Auch alteingesessene Teslafahrer werden vielleicht die eine oder andere Neuigkeit in den Antworten aufschnappen können. Econaut ist bestrebt die nachfolgenden Informationen immer auf dem neusten Stand zu halten. Die aufgeführten Informationen beziehen sich auf das Tesla Angebot in der Schweiz und können in andere Länder abweichen.

Letzte Aktualisierung: 7. August 2018

Grundlegende Fragen

Viele Zahlen die alle die Batteriegrösse in kWh angeben. Die ersten Tesla Model S hatten eine Batteriegrösse von 60 und 85 kWh (die 40er Variante ausgenommen). Die 60er Variante wurde zeitnah durch eine 70er Variante ersetzt. Mit Einführung der DualDrive Modelle in 2015 wurden die 70er durch eine 75er Variante und die 85er durch eine 90er Variante abgelöst. 2016 erschien erneut mit dem 60er das neue Basismodell (effektiv 75er Batterie jedoch softwareseitig auf 60kWh begrenzt). 2017 wurde die bis dato grösste Batterie mit einer Kapazität von 100kWh eingeführt. Um diesem Wirrwarr und dem gewachsenen Angebot die Komplexität zu nehmen fielen zuerst die 60er und anschliessend die 90er Varianten aus dem Programm. Aktuell stehen bei Tesla eine 75er und eine 100er Batterie zur Auswahl.
Elektroauto fahren bedeutet umdenken. Entscheidend ist nicht mehr wie viele Kilometer mit einer Tankfüllung gefahren werden können, sondern wie viele Kilometer durchschnittlich an einem gewöhnlichen Tag zurücklegt werden und wie das Fahrzeug aufgeladen werden kann. Daneben spielt es auch eine Rolle, wie häufig eine längere Strecke zurückgelegt wird, die über die mögliche Reichweite der Batterie hinaus geht, und wie gross dann die Bereitschaft für Ladestopps ist. Langstrecken wie Urlaubsfahrten spielen eine eher untergeordnete Rolle, denn nach ein paar Stunden Fahrt wird meistens eine Pause eingelegt, die nun fürs Laden der Batterie genutzt werden kann.

Unser Beispiel: Wenn 90% der täglichen Fahrten maximal 200 Kilometer betragen, zu Hause geladen werden kann und die Bereitschaft für den einen oder anderen Stopp vorhanden ist, dann reichen effektive 300km völlig. Einen Puffer von 30% sollte immer mit eingerechnet werden, da die Reichweite im Winter schnell bis zu 30% sinken kann.

Verbrauchsangaben werden immer mit Fahrzyklen auf einem Rollenprüfstand ermittelt. Für Europa ist dies der mitunter realitätsfremde NEFZ Fahrzyklus und in den USA wird der bessere EPA Fahrzyklus verwendet. Zum besseren Verständnis und Orientierung folgende zwei Beispiele: Model S 60: Reichweite NEFZ: 400km; EPA: 340km; effektiv: 324km Model X 75D: Reichweite NEFZ: 417km; EPA: 383km; effektiv: 330km In einem Beitrag haben wir die Erfahrungen mit unserem Model X zusammengefasst.
Tesla empfiehlt fürs tägliche Aufladen ein Ladelimit von 80% bis 90%. Tägliches Laden auf 100% lässt die Batterie schneller altern. Mit diesem Problem haben alle aktuellen Elektrofahrzeuge zu kämpfen. Bei Tesla ist es möglich die Batterie effektiv bis auf 100% zu laden. Im Vergleich dazu kann die Batterie beim Mercedes B250e nie komplett vollgeladen werden (Ausnahme mit optinalem Ranger Extender). Das Batteriemanagement lässt den oberen Bereich der Batterie unangetastet und verhindert so durch diese Begrenzung ein vollständiges Aufladen. Bei Tesla gab es in der Vergangenheit softwarelimitierte Versionen. Das 2016 eingeführte 60er Modell besitzt eine 75kWh Batterie, die nach oben bei 60kWh begrenzt ist. Bei diesem Modell muss kein Ladelimit von 80% bis 90% eingehalten werden, da die Batterie nie komplett vollgeladen werden kann.
Diese Frage wird sich der eine oder andere sicherlich auch bereits gestellt haben. Ein Model S ist grösser, bietet mehr Komfort, mehr Luxus und ist sofort zu haben. Wird ein Model 3 heute reserviert, wird die Auslieferung frühestens Ende 2018 erfolgen. Zurzeit sieht es nicht so aus, als ob ein Model 3 in den Genuss von unbegrenzter gratis Supercharger-Nutzung kommen wird. Auch nicht über eine Weiterempfehlung. Die aktuellen Model S Gebrauchtwagen mit Erstzulassung bis ca. März 2017 verfügen über die unbegrenzte gratis Supercharger-Nutzung.
Tesla ist nicht ein gewöhnlicher Automobilhersteller. Dies zeigt sich auch in der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Produkte und der laufenden Anpassung und Optimierung des Angebotes. Klassische Autobauer bringen sichtbare Änderungen meistens im Jahreszyklus. Bei Tesla gibt es fast jeden Monat eine Änderung oder eine Neuigkeit. Die Kommunikation von Änderungen erfolgt meistens sehr spät. Selbst die Mitarbeiter in den Service Center erfahren die Änderungen oftmals erst am Tag der offiziellen Kommunikation. Bei einer Lieferzeit von 3 bis 4 Monaten muss der Neuwagenkäufer auch damit rechnen, dass am Tag der Übergabe bereits Neuerungen oder Anpassungen in die Produktion eingeflossen sind, die beim eigenen Fahrzeug nicht mehr berücksichtigt wurden. Daher gibt es leider nicht den besten Zeitpunkt.
Der Leasingzins war längere Zeit bei 0.25% und anschliessend bei 0.75%. Aktuell liegt der Leasingzins bei 3.25%. Mittlerweile ist die Frage ob Leasing oder Barkauf daher nicht mehr so einfach zu beantworten. Die Leasingzinsen sind für die Schweiz. Andere Länder haben gegebenenfalls andere Leasingzinsen.
Tesla bietet nicht die günstigsten Fahrzeuge an. Im Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich aber die hohe Wertstabilität eines Teslas – insbesondere im Vergleich zu anderen Premium-Herstellern. Da die Ausstattung und die Leistung über die Jahre immer besser geworden sind, sollten angebotene Gebrauchtwagen auch immer mit einem entsprechenden Neuwagen verglichen werden. Der Aufpreis zu einem neuen Model S 75 ist oftmals nicht so hoch. Die lange Garantie auf Batterie und Antriebseinheit sowie die einfachere und weniger sensible Technik eines Elektrofahrzeuges machen den Gebrauchtwagenkauf ist weniger risikoreich. Tesla bietet auf offiziell angebotene Gebrauchtwagen zusätzlich eine erweiterte Gebrauchtwagengarantie.
Die Herstellergarantie bei Tesla beträgt 4 Jahre oder 80'000km. Die Garantie auf Batterie und Antriebseinheit beträgt 8 Jahre mit unbegrenzter Kilometerleistung. (Ausnahme 60kWh Batterie (nicht die softwarelimitierte Version): 8 Jahre oder 200'000km.
Der Abschluss eines im Voraus bezahlten Wartungsplans ist im Vergleich etwas günstiger als die jährlichen Einzelservices. Tesla hat pauschale Einzelservicekosten die je nach Wartungsjahr und Modell zwischen CHF 500.- und 875.- liegen. Beim Model S können bei einem 3 Jahresplan CHF 125.- und beim Model X CHF 150.- im Vergleich zum Einzelservice gespart werden. Bei einem 4 Jahresplan können CHF 200.- respektive 225.- eingespart werden.

Die Wartungspläne können leider nicht in ein Leasing eingerechnet werden, sondern müssen separat erworben werden.

Tesla empfiehlt alle 20'000 Kilometer oder spätestens nach einem Jahr einen Service durchzuführen.

Bei den günstigeren 20'000 und 60'000 Kilometer Inspektionen werden neben der Mehrpunkteinspektion die Wischerblätter ausgetauscht, die Spur kontrolliert oder die Schlüsselbatterie ersetzt. Beim ersten Service mit 20'000 Kilometer werden ebenfalls noch die Betriebsflüssigkeiten der Antriebseinheit kontrolliert respektive gewechselt. Die teureren 40'000 und 80'000 Kilometer Inspektionen beinhalten zusätzlich noch eine Klimaanlagenwartung, Wechseln der Bremsflüssigkeit und den Austausch des Innenraum-Luftfilters. Mit 80'000 Kilometer wird ferner das Batteriekühlmittel gewechselt. Der Verzicht eines Services hat keine Auswirkungen auf die Neuwagen- respektive Gebrauchtwagengarantie. Nur bei geleasten Fahrzeugen hat eine nicht durchgeführte Jahresinspektionen einen Einfluss auf die Restwertgarantie.

Lange Zeit war das Aufladen am Supercharger kostenlos, und Tesla hat auch entsprechend mit diesem USP vom kostenlosen und unlimitierten Aufladen geworben. Mit fortschreitenden Produktionszahlen und dem anstehenden Model 3 im Massenmarkt musste diese Strategie überarbeitet werden. Seit ca. Mai 2017 ist bei Neubestellungen nur noch das Aufladen von 400kWh pro Jahr am Supercharger (Weltweit) kostenlos dabei. Kostenloses und unlimitiertes Aufladen gibt es nur noch, wenn ein Model S oder X über einen sogenannten Referral Link bestellt wird. Zusätzlich gibt es dann einen Rabatt von CHF 1'000.-. Weitere Infos zum Empfehlungsprogramm
Tesla hat kein klassisches Vertriebsnetz mit unabhängigen Händlern sondern arbeitet nur im Direktvertrieb – ein Wettbewerb zwischen den Händlern entfällt. Es gibt bei Tesla grundsätzlich keine Rabatte oder Firmenkonditionen. Die Philosophie dahinter: Jeder Kunde muss den gleichen Preis für ein Auto bezahlen – auch unabhängig von der Anzahl Bestellungen. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Für Lagerfahrzeuge oder Vorführfahrzeuge gibt es Nachlässe und bei einer Bestellung über einen Referral Link gibt es CHF 1'000.- Rabatt. Weitere Infos zum Referral Link
Zurich und Helvetia bieten für Elektrofahrzeuge spezielle Konditionen.
Bei Tesla kann ein Fahrzeug nur online bestellt werden. Für die Bestellung muss eine Anzahlung von ca. CHF 2'000.- getätigt werden. In einem Tesla Store werden Kunden von den Sales Advisors beraten und ihnen wird auch ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Die Bestellung erfolgt dann jedoch auch über die Tesla Webseite. Auch offiziell von Tesla angebotene Gebrauchtwagen werden mittels einer online Anzahlung gekauft.
Mit der Tesla App hat der Besitzer folgende Möglichkeiten:

  • Fahrzeug: verriegeln, entriegeln oder starten. Hupe und Lichthupe auslösen
  • Klima: Gebläse ein-/ausschalten und Innenraumtemperatur festlegen (Vorwärmen oder Vorkühlen)
  • Laden: Bei angeschlossenem Ladekabel die Ladung starten oder unterbrechen. Ladelimit festlegen
  • Standort: die aktuelle Position einsehen und bei Fahrt verfolgen
  • Herbeirufen: Fahrzeug per App nach vorne oder nach hinten rollen lassen. Funktioniert nur, wenn der App Nutzer direkt neben dem Fahrzeug steht
  • Mitteilungen: ein- oder ausschalten von Push-Nachrichten zum Ladestart, zu Ladestopp oder Ladeunterbruch, zu verfügbare Softwareupdates
  • Powerwall-Funktionen: Stromverbrauch und aktueller Stromverlauf einsehen

Unbegrenzte gratis Supercharger-Nutzung bei einem Tesla Neuwagen

Fragen zur Ausstattung

Die Serienausstattung ist sehr umfangreich. Besonders hervorzuheben sind
  • die Navigation mit Echtzeit-Verkehrsmeldungen,
  • die elektrisch verstell- und beheizbaren Vordersitze,
  • die Led-Scheinwerfer mit Abbiegelicht,
  • der schlüssellose Zugang,
  • die elektrische Heckklappe,
  • die Standheizungs- und Kühlfunktion,
  • regelmässige "over-the-air" Softwareupdates,
  • das verstellbare Luftfahrwerk,
  • die elektrisch ein-/ausklappbaren und beheizbaren Seitenspiegel,
  • DAB und Internetradio (TuneIn und Spotify),
  • Nebelscheinwerfer
  • Ambientlight Innen
  • HEPA Filter inkl. Bioweapon-Schutzmodus
  • Premium - Audiosystem
  • Kaltwetter-Paket inkl. Sitzheizung hinten, beheiztes Lenkrad und Sitzheizung hinten
  • der grosse Kofferraum und ein zusätzlicher Frontkofferraum.
  • Beim Model X zusätzlich die dunkel getönten Seitenscheiben und die elektrisch öffnenden Türen.
Jeder Tesla wird mit einem LTE-Mobilfunkanschluss ausgeliefert. Die Mobilfunkgebühren (inkl. Roaming) übernimmt Tesla während dem ersten Jahr (Premium Konnektivität inkl. Spotify und Google Karten sowie Echtzeitnavigation).
Dies ist in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bei Tesla gibt es kostenlose Unilackierungen und aufpreispflichtige Metallic und Multi-Coat Lackierungen. Früher war die Farbpalette grösser und beinhaltete neben Grün, Beige, Braun auch Weiss (Unilackierung). Diese zum Teil selten anzutreffenden Farben sind im Gebrauchtwagenmarkt mittlerweile gefragt.

Aktuell gibt es nur Schwarz als Unilackierung, die sehr kratzempfindlich ist. Metallic Farben: Grau, Schwarz, Blau und Silber. Multi-Coat Farben: Weiss und Rot.

Tesla Farben
Tesla Farben
Beim Model S ist es eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Die seit Januar 2018 neu erhältlichen 21 Zoll Sonic Carbon Twin Turbine Felgen sehen toll aus – kosten aber auch CHF 4'700.- (Die 21 Zoll Turbine Räder kosteten früher sogar bis CHF 6'000.-). Das Model S fährt sich sowohl mit den 19 Zoll wie auch mit den 21 Zoll Räder sportlich komfortabel. Der Mehrverbrauch der 21 Zoll Räder hält sich in Grenzen.

Beim Model X ist es etwas anders. Die 20 Zoll Standardräder bieten einen angenehmen Komfort und sind für den Alltag ideal. Die 22 Zoll Onyx Turbinenfelgen kosten happige CHF 5'700.-, sorgen für einen höheren Verbrauch und reduzieren den Komfort spürbar. Da die Reifen einen kleinen Querschnitt von 35 haben und es sich beim Model X um ein 2.5 Tonnen SUV handelt, können die 22 Zoll Felgen beim Überfahren von hohen Bordsteinen leichter einen Schlag abbekommen. Optisch aber einfach der Hammer!

Sonic Carbon Twin Turbine
Model S Sonic Carbon Twin Turbine
Model S Turbine Felge
Model S Turbine Felge
Model X Turbine Felge
Model X Turbine Felge
Eine weitere Frage des persönlichen Geschmacks. Die Textilsitze sind in der Mitte aus Stoff und die Seitenwangen sind aus Kunstleder. Sie sind angenehm weich und der verarbeitete Stoff macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Die Ledersitze gibt es nicht mehr. Neu werden nur noch "vegan" genannten Sitze verbaut, die künstlich hergestellt werden und keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten. Neben dem ökologischen Aspekt des Verzichts auf Kuhhaut, bieten sie den weiteren Vorteil von weniger Faltenbildung.

Die vegan-Sitze sind in schwarz, weiss und cremefarben erhältlich. Bei der Bestellung der vegan-Sitze, werden die Türverkleidungen und das Armaturenbrett mit demselben Material bezogen. Bei der Textilausführung wird Kunstleder eingesetzt und der Dachhimmel wird mit Stoff bespannt, ansonsten wird edles Alcantare verwendet.

Innenraum Farben beim Model S
Innenraum Farben beim Model S
Mittlerweile gehört das Premium-Paket zur Serienausstattung. Früher besass das Premium-Upgradepaket noch Ausstattungsmerkmale wie Led-Abbiegelicht, Led-Nebelscheinwerfer, Ambient-Beleuchtung im Innenraum oder beim Model S die elektrische Heckklappe. Seit Juni 2017 gehören diese Optionen zur Serienausstattung und das Premium-Upgradepaket ist ein Zusammenzug aus dem HEPA Filter, dem Premium-Soundsystem und dem Kaltwetterpaket mit beheiztem Lenkrad, beheizten Waschdüsen und Sitzheizung auf allen Plätzen. Auch diese Merkmale gehören nun seit Juli 2018 zur Serienausstattung.

Der HEPA Filter ist sicherlich an Orten mit hohen Schadstoffemissionen vorteilhaft. Das Premium-Soundsystem wertet den Klang vor allem durch einen hörbar besseren Bass auf und das Kaltwetterpaket kann den Komfort im Winter steigern. Letzteres kann mittels Vorwärmen des Innenraums z.T. kompensiert werden. Beim Model X beinhaltet das Premium-Upgradepaket zusätzlich Vordertüren die automatisch aufgehen, sobald der Fahrer oder der Beifahrer sich der Tür nähert.

Premium Audiosystem als Bestandteil des Premium-Upgradepakets beim Model S
Premium Audiosystem als Bestandteil des Premium-Upgradepakets beim Model S
In den Medien finden sich nicht nur lobende Berichte über den Autopiloten sondern auch eine Vielzahl von Artikeln, die ihn sprichwörtlich zerfetzen. Der Autopilot bietet kein autonomes Fahren sondern ist lediglich ein Assistenzsystem aus adaptivem Abstandstempomaten und einem erweiterten Spurhalteassistenten. Nicht mehr, nicht weniger. Ist man sich dessen bewusst und setzt den Autopiloten vorwiegend auf der Autobahn ein, wird man den erhöhten Komfortgewinn schnell merken und ihn vor allem auf Langstrecken schätzen.

Die erste Autopilotversion mit einer Frontkamera und einem Frontradar sowie 12 Ultraschallsensoren wurde bis Oktober 2016 verbaut. Dieses System wurde von der israelischen Firma Mobileye entwickelt und funktioniert einwandfrei. Die Grenzen des Systems liegen im Bereich von Baustellen mit überlappenden Fahrbahnlinien oder bei Starkregen.

Ab Oktober 2016 bis Juli 2017 wurde die zweite Autopilotversion verbaut. Diese unterscheidet sich zur ersten Version durch einen viel schnelleren Computer mit der 40-fachen Rechenleistung, 8 Kameras und Ultraschallsensoren mit deutlich höherer Reichweite.

Ab August 2017 wird die Autopilotversion 2.5 verbaut. Diese verfügt über einen noch etwas schnelleren Prozessor und einem neuen Frontradar von Continental.

Die Autopilotversionen 2.0 und 2.5 sind gemäss Tesla fähig, zukünftig vollautonomes Fahren  zu ermöglichen. Das grosse Problem mit der neuen Generation des Autopiloten im Vergleich zur ersten Version ist, dass die Software nicht von Mobileye übernommen werden konnte, sondern von Tesla komplett neu erstellt werden musste. Die neue Generation erreicht aus dem Grund leider immer noch nicht den Stand der ersten Generation und nervt zum Teil mit unkontrolliertem Schlingern und spontan auftretenden Phantombremsungen. Mit dem letzten Softwareupdate ist es Tesla gelungen, den Autopiloten einen grossen Schritt weiter zu entwickeln und den Unterschied stark zu verkleinern. Neben den eigentlichen Fahrfunktionen fehlen der Version 2.0 und 2.5 im Vergleich zur ersten Version immer noch einen Regensensor für die automatische Steuerung der Scheibenwischer und einen gut funktionierenden Fernlichtassistenten.

Der Autopilot kann bei der Bestellung direkt für CHF 5'200.- aktiviert oder auch später für zusätzliche CHF 1'000.- mittels Softwareupdate freigeschaltet werden.

Zukünftig ist diese Option sicherlich interessant und den Aufpreis wert. Wer diese Option heute bestellt, erhält lediglich das gute Gefühl durch die Investition die Entwicklung schneller voranzutreiben. Es wird noch einige Zeit dauern, bis volles autonomes Fahren zur Verfügung steht. Neben der technischen Umsetzung müssen zusätzlich die gesetzlichen Grundlagen im jeweiligen Land geschaffen werden, um das volle autonome Fahren auch anwenden zu dürfen. In Anbetracht der vorhandenen Schwierigkeiten bei der Entwicklung des einfacheren Autopiloten, ist nicht mit einer baldigen Verfügbarkeit von vollem autonomem Fahren zu rechnen.

Tesla Autopilot
Tesla Autopilot
Mit der Einführung des Glasdachs 2017 als Standardvariante im Model S, verschwand das Dach in Wagenfarbe. Das durchgehende Glasdach ist insbesondere auf der Rücksitzbank eine Augenweide und lässt den Innenraum luftiger und heller wirken. Wer das Dach gerne öffnet, muss zum aufpreispflichtigen Schiebedach greifen. Bei der Schiebedachvariante ist das Dach nicht durchgehend aus Glas, sondern wird in der Mitte durch einen Balken geteilt.
Mit den optionalen und nach hinten gerichteten Kindersitzen wird das Model S zum Siebensitzer. Auf diesen beiden Plätzen dürfen und können effektiv nur Kinder sitzen. Für Kinder ist der Blick nach hinten auf alle Fälle ein tolles Fahrerlebnis. Die zugeklappten Kindersitze verschwinden unter dem Kofferraumboden. Dieses von den Kindersitzen in Anspruch nehmende Fach im Unterboden erhöht natürlich das Kofferraumvolumen für Fahrzeuge ohne Kindersitze.

Model S mit nach hinten gerichteten  Kindersitze
Model S mit nach hinten gerichteten Kindersitze
In erster Linie kann diese Frage nur von der benötigten Anzahl Sitzen beantwortet werden. Dennoch einige Informationen:

Die Fünfsitzer Variante hat den grössten Nutzwert beim Kofferraumvolumen. Die Rückbank kann komplett umgeklappt werden und der Kofferraum besitzt ein zweites Fach unter dem Kofferraumboden. Bei der Siebensitzer Variante verschwinden die beiden umgeklappten Sitze der dritten Reihe in diesem Fach.

Bei der bis ca. Mitte 2017 gebauten Siebensitzer Variante konnte die zweite Sitzreihe nur nach vorne geschoben aber nicht komplett umgeklappt werden. Die aktuelle Siebensitzer Variante verfügt in der zweiten Reihe nicht mehr über drei Einzelsitze sondern hat ähnlich der Fünfsitzer Variante eine durchgehende Rückbank die ebenfalls komplett umgeklappt werden kann.

Die coolste Version ist definitiv die Sechssitzer Variante mit den beiden Einzelsitzen in der zweiten Reihe, die dem Model X eine Businesslounge Atmosphäre einhaucht. Diese beiden Sitze können nur nach vorne geschoben jedoch nicht komplett umgeklappt werden. Für den Einstieg in die dritte Reihe eignet sich diese Variante besonders gut, denn der fehlende mittlere Sitz der zweiten Reihe ermöglicht eine weitere Einstiegsmöglichkeit und sorgt für mehr Beinfreiheit auf der dritten Sitzreihe. Die Sechssitzer Variante kann optional mit einer Mittelkonsole für die zweite Sitzreihe geordert werde, die weitere Getränkehalter und eine Armauflage bietet.

Tesla Sitzkonfiguration Model X
Sitzkonfiguration Model X

Fragen zum Bestellablauf und zur Fahrzeugübergabe

Zu Beginn erfolgt die Beratung im Tesla Store durch einen Sales Advisor. Der Sales Advisor bleibt bis zur Produktion des Fahrzeuges die Kontaktperson und hilft auch gerne bei der online Bestellung. Jeder Tesla muss über die Tesla Webseite mittels einer online Anzahlung bestellt werden. Bei der online Bestellung wird automatisch ein Tesla Account erstellt, der später Auskunft über den aktuellen Stand der Bestellung liefert.

Nach erfolgter Anzahlung bleiben zwei Wochen Zeit um noch Änderungen an der Konfiguration vorzunehmen, bevor die Produktion geplant und anschliessend ausgeführt wird. Diese Schritte nehmen etwa 4 bis 6 Wochen in Anspruch. Die restlichen 8 bis 12 Wochen der Lieferzeit benötigt der neu gebaute Tesla hauptsächlich für den Transfer in die Schweiz. Per Eisenbahn geht es von Fremont Kalifornien an die Ostküste der USA und von dort per Schiff nach Europa und anschliessend zur Überfahrt in die Schweiz. Im Gegensatz zu den Ländern innerhalb der EU werden die Fahrzeuge für die Schweiz direkt in den USA gebaut und gelangen für die Endmontage nicht nach Tilburg in den Niederlanden.

Gegen Ende der Lieferzeit wird der Kunde von einem Tesla Delivery Specialist kontaktiert. Mit ihm werden Fragen zur Immatrikulation geklärt, die Begleichung des Restbetrages ausgemacht und einen Übergabetermin vereinbart. Bei der Übergabe nimmt sich ein Product Specialist genügend Zeit um dem Kunden sein neues Fahrzeug bestens zu erläutern.

Als noch junges amerikanisches Unternehmen werden nicht die gleichen hohen Standards an die Endkontrolle eines Fahrzeuges gestellt, wie das bei den deutschen Automobilherstellern der Fall ist. Dadurch bedingt liegen die Ansprüche an die Fertigungstoleranzen und die Fertigungsqualität bei uns sicherlich auch höher. So überstehen einzelne Fahrzeuge die Endkontrolle und kommen zum Verkauf, die bei den europäischen Premiumherstellerm nicht ausgeliefert worden wären. Zusätzlich fordert der sehr hohe Produktionsdruck bei Tesla sicherlich einen weiteren Tribut an die z.T. nicht ganz perfekte Fertigungsqualität. Zu diesen Mängeln gehören kleinere Lackfehler, unsaubere Spaltmasse und schlecht eingepasste Türen und Zierleisten. Diesen Bereichen gilt es bei der Auslieferung einer genaueren Betrachtung zu widmen, und allfällige Mängel sollten im Auslieferungsprotokoll aufgenommen werden.

Bei Tesla wird die Kundenzufriedenheit hoch geschrieben und Tesla zeigt sich sehr kulant. Beanstandende Mängel werden von den Service Centern daher auch anstandslos behoben.

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