Tesla mit neuem Umsatzrekord – Zahlen 2018

Gestern hat Tesla nach Börsenschluss die Zahlen für das letzte Quartal 2018 sowie die Gesamtzahlen für das Jahr 2018 veröffentlicht. Das Wichtigste in Kürze: Auch im vierten Quartal konnte Tesla einen Gewinn erwirtschaften. Mit 139.5 Millionen US Dollar fiel dieser jedoch deutlich tiefer aus als noch im Quartal zuvor. Elon Musk hatte diesen Gewinnrückgang bereits Anfang 2019 prognostiziert. In Anbetracht der ununterbrochen hohen Investitionen sowie dem Verkaufsstart des günstigeren Model 3 mid range kann der erneute Quartalsgewinn aber dennoch als sehr positiv gewertet werden. Der Umsatz kletterte von 6.8 Milliarden in Q3 auf 7.2 Milliarden US Dollar in Q4 2018, und erreichte damit für das ganze Jahr stolze 21.5 Milliarden US Dollar. Das ist fast doppelt so viel wie noch im Jahr davor. 18.5 Milliarden US Dollar erwirtschaftete Tesla mit dem Verkauf von Autos, 1.5 Milliarden US Dollar mit dem Solargeschäft und weitere 1.4 Milliarden US Dollar aus dem Servicegeschäft und weiteren Bereichen wie dem Handel mit „Zero-Emission Vehicle Credits“.

2018 produzierte Tesla 240’000 Fahrzeuge

Insgesamt konnte Tesla im letzten Jahr 240’000 Fahrzeuge verkaufen. Davon fallen 140’000 auf das Model 3 sowie 100’000 auf die Modelle S und X. Im vierten Quartal konnte Tesla 63’359 Model 3 und 27’607 Model S und X an den Mann oder die Frau bringen. In den USA kletterte das Model 3 damit auch auf den ersten Platz der meistverkauften Premiumfahrzeuge. Auch bei der Produktionsrate konnte sich Tesla weiter steigern und peilt für dieses Jahr eine Rate von 7’000 Model 3 pro Woche an. Das dies bereits möglich scheint, konnten erste Tests aufzeigen. Alle Bereiche des Produktionsprozesses konnten die Marke von 7’000 Stück pro Woche in einem 24 Stunden Test bestätigen. Nun möchte Elon Musk diese Rate bis Ende Jahr auch dauerhaft erreichen. Neben der Produktion in Freemont wird Tesla bis Ende Jahr auch die Produktion in der zurzeit im Aubau befindende Gigafactory im chinesischen Shanghai aufnehmen und peilt so eine weltweite Model 3 Produktion von 10’000 Einheiten pro Woche bis Ende 2019 an. Die Ziele für 2019 sind neben einer Gesamtproduktion zwischen 360’000 und 400’000 Fahrzeugen auch in jedem Quartal schwarze Zahlen zu schreiben. Auch die liquiden Mittel konnte Tesla im Schlussquartal von 3.0 auf 3.7 Milliarden US Dollar erhöhen. In Anbetracht der im März fällig werdenden Wandelanleihen in Höhe von 920 Million US Dollar bringt die Erhöhung der liquiden Mittel eine weitere Sicherheit ein.

Neben all diesen Finanzzahlen gab Tesla auch bekannt, dass der langjährige Finanzchef Deepak Ahjua das Unternehmen verlassen wird. Nachfolger wird Zach Kirkhorn, der bisherige Stellvertreter von Ahjua. Diese Nachricht löste bei den Anlegern eher Besorgnis aus, worauf die Aktie nachbörslich einsackte.

Tesla Model Y geht Ende 2020 in Serie

Bei den Produktneuheiten kamen ebenfalls ein paar neue Details zum Vorschein. Die Präsentation des Pick-up-Truck soll im Sommer soweit sein. In Anbetracht der wachsenden Konkurrenz im Bereich der elektrischen Pick-up-Trucks wie Rivian oder Atlis ist dies ein wichtiger Meilenstein. Auch zum Model Y gab es Neuigkeiten. Nach dem Model 3 wird das Model Y die höchste Priorität erhalten. Eine Serienproduktion wird per Ende 2020 angepeilt und das Model Y wird in der Gigafactory 1 in Nevada vom Band rollen.

Auch im letzten Quartal 2018 hat Tesla das Supercharger-Netz weiter ausbauen können. Insgesamt kamen 69 neue Standorte mit 1’412 Ladesäulen hinzu. Damit betreibt Tesla nun weltweit ein Netz von 12’000 Supercharger und zusätzlich 21’000 Destination-Charger. In Europa werden nun immer mehr Supercharger mit einem CCS Stecker aufgerüstet um für das Model 3 die geeigneten Ladeplätze zur Verfügung zu stellen. In Kürze wird Tesla die neuste Supercharger-Version mit V3-Technologie einführen. Diese neuen Supercharger sollen die Kundenerfahrung weiter verbessern und neben höherer Ladeleistung auch die Betriebs- und Investitionskosten erheblich senken.

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