Tesla P100DL für die Electric GT Rennserie

EPCS V2.3 Tesla P100DL

Die Electric GT Holdins Inc. hat letzte Woche in Barcelona zusammen mit dem SPV Racing Team die rennfertige Version des EPCS V2.3 Tesla P100DL vorgestellt. Das nun fertig gestellte Elektrofahrzeug wird ab November in der Electric Production Car Series (EPCS) seine Runden drehen. In der ersten Saison der neuen EPCS Rennserie werden alle Teams die identische Version des elektrischen Rennautos erhalten. Das Finalrennen soll vom 27. Bis 29. Oktober 2019 ausgetragen werden. Zuvor werden weitere Rennen in Spanien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, den Niederlanden und Portugal ausgetragen. Der Startschuss fällt am 3. November in der spanischen Stadt Jerez.

Der EPCS V2.3 beschleunigt dank 585 kW in 2.1 Sekunden auf 100 km/h

EPCS V2.3 Tesla P100DL
EPCS V2.3 Tesla P100DL, © Electric GT

Als Basisauto für den EPCS V2.3 dient ein Tesla P100D mit dem „ludicrous“ Modus. Für den Einsatz auf Rennstrecken musste das Serienfahrzeug einiger Anpassungen unterzogen werden. Um ein FIA-Zertifikat zu erhalten mussten unter anderem ein Überrollbügel sowie eine Feuerlöschanlage eingebaut werden. Des Weiteren wurden das Fahrwerk sowie die Bremsen für den Renneinsatz optimiert und neben einem grossen Heckflügel auch breitere Kotflügel montiert. Letztere bieten genügend Platz für die breiten Rennreifen. Um das Fahrzeuggewicht zu verringern flogen alle Teile raus, die für den Renneinsatz unnötig sind oder wurden durch leichtere Teile ersetzt. Das Resultat dieser Diätkur endet in einer Gewichtsreduktion von über 500 Kilogramm. Mit all diesem Massnahmen konnten die bereits im Serienfahrzeug „von Sinnen“ Fahrleistungen nochmals deutlich gesteigert werden. Mit einer Leistung von 585 Kilowatt respektive 778 PS und einem Drehmoment von 995 Nm beschleunigt der elektrische Rennwagen in gerade mal 2.1 Sekunden auf 100 km/h. Die Beschleunigungsorgie endet wie beim Serienfahrzeug bei 250 km/h. Deutlich beeindruckender als diese Leistungssteigerung im Vergleich zum Serienfahrzeug dürften aber sicherlich die viel höheren Kurvengeschwindigkeiten und Bremsleistungen, die mit dem Rennfahrzeugerreicht werden können, sein.

EPCS V2.3 Tesla P100DL
EPCS V2.3 Tesla P100DL, © Electric GT

Die Electric-GT-Serie wurde im März 2016 gegründet und hätte ursprünglich bereits im 2017 durchstarten sollen. Damals noch mit Rennfahrzeugen auf Basis eines Tesla Model S P85+. Doch nach der offiziellen Vorstellung des Tesla Model S P100D verlagerte sich der Fokus nun auf einen elektrischen Rennwagen auf Basis des neuen Tesla Flaggschiffs. Diese Verlagerung sowie die Testfahrten mit dem ursprünglichen Prototypen, die mit einem Crash endeten, sind sicherlich wesentliche Gründe für die Verzögerung der neuen Rennserie.

Jedes Rennwochenende der EPCS zeichnet sich durch einen 20 Minuten langen Testlauf, einem 60 Minuten langen Qualifying, einem 60 Kilometer langem Rennen bei Tag sowie einem 60 Kilometer langem Rennen in der Abenddämmerung aus.

 

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