Unser Tesla Model X 75D

Unser Tesla Model X 75 D

Wie bitte? Nach einem halben Jahr Tesla Model S steht schon wieder ein Autowechsel an? Steht im Beitrag „wie alles begann“ nicht geschrieben, dass mit der Elektromobilität die jährlichen Autowechsel der Vergangenheit angehören? Was stimmt denn am Model S nicht? Ist es nicht das Traumauto?

Halt! Moment… Nicht so schnell! Es gibt eine einfache Erklärung. Der Leasingzins ist schuld. Echt jetzt! Im Beitrag zu unserem ehemaligen Model S ist es schwarz auf weiss niedergeschrieben.

Und nun weiter im Text. Mit der Übergabe unseres Model S an den neuen Besitzer, konnten wir die vier verbleibenden Wochen bis zur Auslieferung unseres Model X mit einem VW Golf Variant meiner Eltern überbrücken. Das manuelle Getriebe in Kombination mit einem Verbrennungsmotor und die nötigen Tankstellenstopps zeigten uns wieder eindrücklich, wie komfortabel und einfach Elektroautofahren ist. Die Zeit mit einem Verbrenner war zum Glück von kurzer Dauer und der Tag der Auslieferung rückte näher.

Tesla mit nicht perfekter Fahrzeugendkontrolle

Ende Juni 2017. Der Tag der Übergabe unseres schwarzen fünfsitzer Model X mit einer Anhängerkupplung und dem Autopiloten als einzige Optionen war gekommen. Ein sehnlichst vermisster Tesla durfte uns endlich wieder im Alltag begleiten.

Unser Tesla Model X
Unser Tesla Model X 75 bei der Auslieferung

Die Übergabe im Service Center in Möhlin war uns natürlich bestens bekannt und die nötige Einweisungszeit vom Product Specialist konnte im Vergleich zur letzten Ablieferung auch auf ein Minimum reduziert werden. In der Bedienung gleichen sich Model S und X wie ein Ei dem anderen. Es sind nur Kleinigkeiten die genauer erläutert werden müssen, wie beispielsweise der Umgang mit den Falcon Wing Türen oder das Anbringen der Anhängerkupplung. Aus Erfahrung mit der Übergabe vom Model S wusste ich, dass die Fertigungstoleranzen und die Fahrzeugendkontrolle nicht über alle Zweifel erhaben sind. So fanden sich beim Model S ein Lackfehler an der Stossstange, eine unsauber eingepasste Fensterzierleiste und ungleichmässige Spaltmasse an der Motorhaube. Das Service Center hat die festgestellten Mängel jedoch im Nachgang alle anstandslos und professionell behoben.

Sollten sich die frisch aus der Erinnerung geschnürten Befürchtungen wiederholen? Leider ja, und diesmal sogar schlimmer als befürchtet. Die Liste mit den Beanstandungen wollte kein Ende nehmen. Neben diversen Kratzer im Lack und einer grösseren Kerbe im Innenraum, flackerte auch der rechte Scheinwerfer beim Einschalten des Abblendlichtes und die elektrische Heckklappe wollte nicht immer schliessen.

Tolle Arbeit vom Service Center

Verständlicherweise war unsere erste Euphorie an dieser Stelle etwas getrübt, wohl wissend, dass das Service Center in Möhlin die gefundenen Mängel im Nachgang zu unserer vollsten Zufriedenheit beheben wird.

Mittlerweile war unser Model X für vier Tage im Service Center Möhlin und die meisten Mängel – insbesondere die Lackfehler – konnten wie erwartet professionell behoben werden. Zwei Schönheitsmängel sind noch vorhanden und deren Behebung wartet auf das Eintreffen der entsprechend bestellten Teile. Während der Reparatur wurde uns kostenlos ein Model S als Ersatzwagen zur Verfügung gestellt. Bei Tesla erhält der Kunde bei einem Service oder bei einer Reparatur immer kostenlos einen Ersatzwagen gestellt.

Die Panoramascheibe ist eine Wucht

Tesla Model X Panoramascheibe
Tesla Model X Panoramascheibe

Mit dem Wechsel vom Model S zum X sind wir sehr zufrieden. Uns gefällt vor allem die SUV-typische erhöhte Sitzposition, das luftige Raumgefühl und die weltweit grösste durchgehende Panoramascheibe. Der Blick nach vorne und oben ist eine Wucht und die damit neu gewonnenen Eindrücke sorgen immer wieder für ein Staunen. Flugzeuge die sprichwörtlich über den Kopf hinweg fliegen und Wolkenformationen die in ihrer Pracht die Weite des Himmels ins Auto holen. Kehrseite dieser Medaille ist die direkte Sonneneinstrahlung ins Auto. Eine Sonnenbrille ist Pflicht denn die verbauten Sonnenblenden können die Passagiere nur in einem sehr kleinen Bereich vor dem Blenden der Sonne schützen. Die zusätzlich von der Panoramascheibe erzeugte Wärme hält sich erstaunlicherweise in Grenzen und wird von der sehr gut funktionierenden Klimaanlage auch an sommerlichen Hitzetagen in Schach gehalten.

Das Model X ist über fünf Meter lang und ohne Spiegel zwei Meter breit. Zehn Quadratmeter, die im Strassenverkehr bewegt und vor allem auch parkiert werden wollen. Das Model S ist bereits ein grosses Auto – wird vom X aber nochmals getoppt. Da beide Fahrzeuge einen sehr grossen Wendekreis besitzen, kann das Manövrieren auch mal zur Geduldsprobe werden.

Das Model X ist der bessere Familienwagen

Tesla Model X Fünfsitzer mit Kindersitze
Tesla Model X Fünfsitzer mit Kindersitze

Als Eltern eines fünf jährigen Mädchens und eines 1.5 Jahre alten Jungen, konnten wir sowohl das Model S wie auch das Model X bestens auf ihre Familienfreundlichkeit hin testen. Beide Kofferräume sind für eine vier- bis fünfköpfige Familie ausreichend. Die Grundfläche der beiden Kofferräume ist praktisch identisch. Der vordere Kofferraum, auch Frunk genannt, ist beim Model X dafür einiges grösser. Das Beladen des Kofferraums stellt sich bei beiden unterschiedlich dar. Beim Model S muss beispielsweise ein Kinderwagen über die Kofferraumkannte gehoben und anschliessend wieder tiefer in den Kofferraum gelegt werden. Das Model X hat diese limousinentypische Stufe nicht, dafür muss der Kinderwagen höher in den Kofferraum gehoben werden.

Beim Montieren der Kindersitze zeigen sich die ersten grossen Unterschiede. Im Model S müssen die Kindersitze durch einen engen Türausschnitt in den Innenraum gehievt werden, um sie anschliessend mühsam an die Isofix-Halterungen einzuhaken. Dank der Flügeltüren entsteht beim Model X ein freier Zugang zur zweiten Reihe und die Kindersitze können sehr einfach auf die Sitze platziert werden. Auch der Zugang zu den Isofix-Halterungen gelingt problemlos. Das Anbringen von Kindersitzen war noch nie so einfach. Fahrzeuge mit Schiebetüren erleichtern den Zugang zur zweiten Reihe zwar auch, die Falcon Wing Türen ergeben im offenen Zustand zusätzlich eine Öffnung nach oben und ermöglichen dadurch einen noch besseren Zugang in die zweite respektive dritte Reihe. Die Kinder können dank dieser weiteren Öffnung sehr einfach angeschnallt werden.

Sind zwei Kindersitze im Model S montiert, hat eine dritte Person in der Mitte kaum noch Platz. Das breitere Model X kann die entscheidenden Zentimeter einfach aus dem Ärmel schütteln und lässt eine dritte Person in der Mitte genügend Platz. Weitere Informationen zum Model X als Familienwagen haben wir in einem separaten Beitrag zusammengetragen.

Mittlerweile wurden neue Winterreifen bei Euromaster – dem neuen Tesla Partner – montiert und wir sind bereits gedanklich bei neuen Felgen für die warme Saison. Apropos Winter: Eine Lackaufbereitung mit Meguiar’s Produkten haben wir unserem Model X für die anstehende Wintersaison auch gegönnt.

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To be continued…

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