VW zeigt finalen ID.3 und liefert weitere Details

Volkswagen ID.3

Kurz vor Eröffnung der diesjährigen IAA in Frankfurt hat Volkswagen die finale Version des ID.3 präsentiert. Bereits im Vorfeld hat VW immer wieder Informationen und Bilder zum ersten Ableger der ID. Familie gezeigt. Nun darf die Öffentlichkeit den ersten rein als Elektroauto konzipierten Volkswagen sehen. Und nicht nur das, denn mit dem ID.3 bringen die Wolfsburger nicht weniger als den nächsten Golf auf den Markt. Mobilisierte in den 50er Jahren der Käfer die Menschen, wurde später der Golf in den 70er Jahren zum Aushängeschild der Marke, soll nun der neue ID.3 das Elektroauto zum finalen Durchbruch und zum Beginn einer neuen Ära bringen. Silke Bagschik, Leiterin Vertrieb und Marketing der ID. Familie beschreibt den ID.3 daher auch als ein alltagstauglicher Allrounder, der kompakt, wendig wie Kleinwagen und mit dem Innenraum eines Mittelklassewagen ist. Er kombiniert spannendes Design mit innovativer Technologie und hohen Reichweiten.

Nach Käfer und Golf folgt nun der ID.3

Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen

Der ID.3 ist das erste Elektroauto, das auf der MEB (Modularer Elektro-Baukasten) produziert wird. Das MEB-Layout ermöglicht einen langen Radstand mit kurzen Überhängen. Dadurch ergeben sich kompakte Aussenmasse mit grosszügigen Platzverhältnissen und hohem Nutzwert. Das Innenraumkonzept beschreibt VW auch als Open Space. Neben diesen Vorzügen soll der ID.3 auch zum Aushängeschild bei der klimafreundlichen Mobilität sein. Der ID.3 wird in Deutschland produziert und ist über die gesamte Lebensdauer bilanziell CO2 neutral. Für Konzernchef Herbert Diess ist der ID.3 auch mehr als nur ein weiterer Volkswagen. Mit dem ID.3 unterstreicht Volkswagen die Verantwortung die der Volkswagen Konzern in Zeiten des Klimawandels übernimmt. „Er ist das Auto, das man jetzt von uns erwartet“, sagt Diess bei der Präsentation.

Über den ID.3 sind schon viele Informationen bekannt. Dennoch hat Volkswagen nachgelegt und liefert mit der Präsentation weitere Details. Die Fakten:

Der ID.3 mit Reichweiten von 330 bis 550 Kilometer

Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen

Der ID.3 wird in drei Batteriegrössen angeboten. In der Basis liefert eine 45 kWh Batterie Strom für 330 Kilometer (WLTP). Die nächste Batteriegrösse besitzt eine Kapazität von 58 kWh und erreicht eine Reichweite von 420 Kilometer. Die grösste Batterie mit 77 kWh bringt es gemäss WLTP auf 550 km. Als Ladeleistung gibt Volkswagen 100 kW an. Damit sollen in 30 Minuten Strom für 290 Kilometer geladen werden können. In der Topversion soll die Ladeleistung sogar bei 125 kW liegen. Die Preise beginnen bei knapp unter 30’000 Euro.

Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen

Zu Beginn bietet VW den ID.3 nur in einer 1st Launch-Edition mit der mittleren Batterie für 40’000 Euro an. Angetrieben wird die 1st Edition von einem 150 kW starken Elektromotor, der die Hinterräder antreibt und ein maximales Drehmoment von 310 Nm liefert. Damit erreicht der ID.3 eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Zur Serienausstattung der 1st Edition gehören unter anderem ein Navigationssystem, ein DAB+ Digitalradio, Sitz- und Lenkradheizung, Armlehnen vorne und 18-Zoll Alufelgen. Die teurere ID.3 1st Plus Version bietet zusätzlich eine Rückfahrkamera, eine automatische Distanzregelung, ein schlüsselloses Zugangssystem, speziellen Designsitzen, USB-C Anschlüssen, Ambientlight, getönte Seitenscheiben, LED-Matrix-Scheinwerfer, Spezielle Matrix-Rückleuchten, ein silbernes Exterieur-Paket und 19 Zoll Alufelgen. Die Topversion 1st Max rollt zusätzlich mit einem Augmented Reality Head-up-Display, ein spezielles Soundsystem, ein Panorama-Glasdach, 20 Zoll Aluräder, Spurhalteassistent, Spurwechselassistent und Komfortsitze vom Band.

Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen

Bei den teilautonomen Fahrfunktionen hat der ID.3 im Vergleich zu beispielsweise einem Tesla Model 3 klar das nachsehen. Diese Aufgabe sollen andere Fahrzeuge im Volkswagen-Konzern übernehmen, heisst es. Der ID.3 soll erst einmal Kunden davon überzeugen ein Elektroauto anstelle eines Golfs zu kaufen. Apropos Tesla. Hier liessen sich die Designer von Volkswagen vom Kalifornischen Autobauer inspirieren. Im ID.3 finden sich so gut wie keine physischen Knöpfen. Der Fahrer blickt auf ein digitales Instrumentenpanel, das sich hinter dem Lenkrad befindet. In der Mitte thront ein freistehendes digitales 10 Zoll Display. Erweitert wird das Ganze durch ein Augmented Reality Head-up-Display das zusätzliche Informationen auf die Windschutzscheibe projiziert. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Head-up-Display bietet die AR Version ein deutlich vergrössertes Sichtfeld.

Der ID.3 soll ab Mitte 2020 zu den Kunden fahren. Offen lässt Volkswagen noch, wann mit der Einstiegs- und der Topversion gerechnet werden darf. Vorbestellungen sind weiterhin möglich.

Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen
Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen
Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen
Volkswagen ID.3
Volkswagen ID.3, © Volkswagen

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