Wie alles begann

Schneller, lauter, sportlicher! Ein Auto braucht einen tollen und starken Verbrennungsmotor!

Vor ein paar Jahren hätte diese Zeile noch aus meiner Feder stammen können. Jährlich brüstete ich mich auch mit einem neuen Auto, das die oben genannten Eigenschaften noch ein bisschen besser abdecken konnte. Natürlich hatten auch die verändernden Lebensumstände einen Einfluss auf meine Autoauswahl. Der sportliche Kleinwagen musste irgendwann gegen einen im besten Fall sportlichen Pampersbomber getauscht werden. Zum Leidwesen meiner Familie vergingen so viele Jahre mit dem wiederkehrenden Autowechsel.

In San Francisco änderte sich alles

San Francisco - Golden Gate Bridge
San Francisco – Golden Gate Bridge

Der Wendepunkt geschah in Kalifornien. 2014 waren wir für zwei Wochen in San Francisco und genossen dort unseren Sommerurlaub. Im Verlauf unseres Aufenthaltes fielen mir vermehrt die Model S von Tesla auf, die dort bereits zum normalen Strassenbild zählten. Zur damaligen Zeit waren Teslas auf Schweizer Strassen noch eine absolute Minderheit und wurden von meinem Autoradar auch nicht ernsthaft wahrgenommen. Eines Morgens im Ferien-Appartement, als der Rest meiner Familie sich noch tief im Traumland aufhielt, schaute ich mir die Tesla Webseite an, und fühlte mich vom Model S und dessen Antriebskonzept direkt angesprochen. Die auf der Webseite aufgerufenen Verkaufspreise konnte ich dank dem Feriengroove schön ausblenden. Meine Freude über die neu gewonnenen Informationen und mein gewecktes Interesse für Tesla waren auch meiner Frau mittlerweile aufgefallen, die nun den Vorschlag machte sich doch den Tesla hier vor Ort mal in einem Store anzusehen. Gesagt, getan und im Anschluss auch direkt eine Probefahrt zu Hause in der Schweiz gebucht.

Bereits eine Woche nach unserem Urlaub begrüsste uns ein Tesla Sales Advisor im Tesla Store Möhlin und zeigte uns die vielen Unterschiede zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf. Das Erlebnis der ersten Meter im Tesla werde ich so schnell nicht vergessen. Dieses lautlose Davonfahren faszinierte mich augenblicklich. Die Beschleunigung mit vollem Drehmoment ab der ersten Umdrehung und die starke Rekuperation beim Loslassen des Strompedals um die Bewegungsenergie wieder in Strom zu wandeln sorgten dann noch für den Rest. In diesem Moment war mir klar, dass ein Fahrzeug einen Elektromotor benötigt und es für mich nun keinen Weg mehr zurück zum Verbrennungsmotor geben würde.

Es sollten noch zwei Jahre vergehen

Konfrontiert mit den damaligen Preisen mussten wir unseren neu gewonnen Traum leider sogleich wieder begraben. Als junge Familie konnten wir uns einen Tesla noch nicht leisten.

In den kommenden zwei Jahren verfolgten wir die Entwicklung von Tesla interessiert weiter und fanden über verschiedene Events immer wieder den persönlichen Kontakt zu Tesla. 2016 führte Tesla das Model S 60 als neues Basismodell ein und reduzierte daraufhin den Einstiegspreis in die Tesla-Familie. Gepackt von dieser erfreulichen Nachricht unternahmen wir eine weitere Probefahrt mit dem facegelifteten Model S und schürten so neue Hoffnung, dass es diesmal doch klappen könnte. Eine Woche und viele Tabellenkalkulationsstunden später  drückten wir online auf den Bestellknopf für unseren ersten Tesla!

Ein Elektroauto kann nur der Anfang sein

Mit der Bestellbestätigung im Posteingang begann die Vorfreude und wir lasen alle über das Model S und die Elektromobilität auffindbaren Informationen und verbrachten viele Abende mit Youtube-Videos. Je mehr wir unser Wissen vertieften, desto mehr kamen wir auch mit dem Thema Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität in Berührung. Nachdem wir uns dann noch den Film «Before the Flood» von Leonardo DiCaprio angesehen hatten, war uns bewusst, dass ein Elektroauto nur der Anfang eines klimafreundlichen und nachhaltigen Lebens sein kann.

Tesla Wall Connector

Bis zur Auslieferung unseres Model S hatten wir nun genügend Zeit die nächsten Schritte zu einem nachhaltigeren Lebensstandard anzupacken. Als erstes besorgten wir uns einen Tesla Wall Connector – eine Ladestation für zu Hause. Von unserem Stromanbieter bezogen wir bereits grünen Strom um auch die Batterien mit nachhaltiger Energie aufzuladen. Doch warum Strom beziehen, wenn man auf dem Hausdach genug Platz für eine Solaranlage hat? Unsere Hausbank gab dann dem Vorhaben ebenfalls grünes Licht und eine 8kWp Solaranlage wurde auf unserem Dach installiert. In diesem Flow kaum zu bremsen, schickten wir unseren 20 Jahre alten Warmwasser-Elektroboiler in den Recyclingprozess und liessen einen modernen Wärmepumpenboiler installieren. Der Clou: da der neue Wärmepumpenboiler mit der Solaranlage kommunizieren kann, wird immer dann Warmwasser erzeugt, wenn die Solaranlage genug Strom liefert. Soll es das nun aber bereits gewesen sein? Reicht das? Nein, natürlich nicht…. Auch die alte Waschmaschine und der alte Wäschetrockner mussten daran glauben und wurden durch moderne Geräte mit Energieeffizienz A+++ ersetzt. Durch diese vielen Verbesserungen gestärkt durften wir voller Erwartung im September 2016 endlich unser Model S abholen.

Mittlerweile haben wir noch unsere Küchengeräte durch moderne ersetzt und unser zweites Verbrennerauto gegen ein Elektroauto getauscht. Um die Effektivität der Solaranlage weiter zu erhöhen, haben wir unterdessen noch eine Hausbatterie und eine intelligente Wallbox von sonnen installieren lassen.

Heute noch den Status eines Pioniers

Unsere in den letzten Jahren vorgenommenen Änderungen erscheinen für uns heutzutage völlig selbstverständlich und normal. Wir begegnen dem weiter voranschreitenden Wandel auch nicht mit Skepsis sondern möchten diesen aktiv vorantreiben. In unserem Umfeld begegnen wir leider immer noch häufig Misstrauen und stossen auf Vorurteile. Um dem entgegen zu wirken haben wir beschlossen, unsere Erfahrungen und Erlebnisse in einen Blog zu packen und sie allen zur Verfügung zu stellen und hoffen, den einen oder anderen zu mehr Nachhaltigkeit inspirieren zu können.

Mehr über uns erfahrt ihr bei über Econaut.

 

Beitrag teilen